Exkursionsbeschreibungen

Ø  H1: Schönsteinhöhle 

Die Schönsteinhöhle gehört zu den bekanntesten Höhlen der Fränkischen Schweiz. Sie ist zusammen mit der Brunnsteinhöhle und dem Schwingbogen der Rest eines ehemaligen sehr alten Höhlensystems. 
Der Verbindungsgang zur Brunnsteinhöhle  wurde aus Höhlenschutzgründen verschlossen und kann nicht mehr passiert werden. Die Höhle hat eine Gesamtganglänge von etwa 600 und eine Höhendifferenz von 19 Metern. Mit ihren drei Schächten und einer kleineren Etage gehört sie zum Typ der kombinierten Spalt-,Schacht-, Etagen- und Tropfsteinhöhle. Auffallend für das Höhlensystem ist die zueinander senkrechte Anordnung der Klüfte in die Haupt- bzw. Spaltrichtungen Nordnordwest-Südsüdost beziehungsweise Nordnordost-Südsüdwest. Diese Kluftanordnung findet man außerhalb der Höhle auch bei der Talbildung der Fränkischen Schweiz wieder. Die Höhle ist in weiten Teilen sehr schön versintert. Im Bereich der Salzburger Schlünde sind Wasserstandsmarken zu sehen.
Beschreibung der Tour:
Nach einer kurzen Befahrung der Brunnsteinhöhle wird eine ca. 4 Std dauernde Tour in die Schönsteinhöhle durchgeführt. Über einige Engstellen und Kletterpassagen gelangt man in der reich versinterten Höhle zu den Salzburger Schlünden, wo man mittels einer Strickleiter in die untere Etage steigt. Nachfolgend wird auf dem Rückweg zum Parkplatz noch der Schwingbogen besichtigt
.
Dauer:
ca. 5h
Ausrüstung:
Standard-Höhlenausrüstung
Anforderung:
Engstellen, Kluftklettern
Maximale Teilnehmer:
10 Personen

 Ø  H2: Bismarkhöhle

Die Bismarckgrotte – 1890 durch Forstarbeiter entdeckt – gehört mit einer Gesamtganglänge von gut
1200 m und einer Gesamttiefe von bis zu -53 m zu den größten und bekanntesten, frei zugänglichen Höhlen der Frankenalb. Die Höhle stellt ein stark zerklüftetes, weit verzweigtes und in mehreren Etagen ausgebildetes Spaltengangsystem im Dolomitgestein dar. Viele hallen- und kammerartige Raumerweiterungen sowie zahlreiche Verzweigungen mit zerlaugten Wänden und Decken laden zu spannenden Entdeckungen ein. Wir werden die Höhle vom Südeingang aus befahren - Einstieg über die spiralförmig gewundene Abgrundspalte – daher auch als Korkenzieher bezeichnet. In der 20 m tiefer liegenden Sedimenthalle angelangt, führt uns eine abschüssige Röhre in die Sandhalle, an deren Ende uns der „Halsabschneider-Schluf“ und in der Folge noch viele weitere beeindruckende Raum- und Gangformen erwarten.
Dauer:
Einschließlich Hin- und Rückweg ab Neuhaus Bhf. ca. 5h, eigentliche Befahrung ca. 4h.
Ausrüstung:
Standard-Höhlenausrüstung, die Höhle ist weitgehend trocken.
Kondition und Technik:
Weitgehend Horizontalpassagen, einige Stufen mit kurzen Klettereien bis zum 2. Grad, es müssen auch mehrere Engstellen überwunden werden. Zwei Schächte < 10m, für die Strickleiter bzw. Handseil als Hilfsmittel vorhanden sind.
Maximale Teilnehmer:
10 Personen

Ø  H3: Höhle ohne Namen in Steinamwasser

Die Besonderheit dieser Höhle ist, dass sie bis vor kurzem als Bier und Lagerkeller genutzt wurde, denn die Höhle liegt direkt neben einem Wohn- und Gasthaus. Im Frühjahr zur Schneeschmelze steigt in der Höhle beinahe jedes Jahr das Wasser, und gelegentlich fließt es aus der Höhle in den Innenhof der Gastwirtschaft.
Es handelt sich um eine kluftgebundene Horizintalhöhle. Die Höhle besteht aus mehreren unterschiedlich großen Räumen und Hallen und vielen stark verzweigten Gangsystemen, die mitunter über einfache Kluft-Klettereien zu erreichen sind. In der Höhle sind an vielen Stellen schöne Versinterungen zu finden. Aber das vorherrschende Element der Höhle ist das Wasser. Neben vielen Tropfwasserstellen befinden sich auch mehrere größere Wasseransammlungen, wie der Friedasee in der Höhle. Die letzten Neuentdeckungen waren der Friedasee, die Weißen Spalten, die Karfreitagskluft und die Spöckerhalle. Die Höhle ist stellenweise sehr schön versintert und weist neben Kletterstellen, die mit einem Seil gesichert werden können auch einige Engstellen auf.
 
Voraussetzungen/Anforderungen/Schwierigkeiten:
Kluftgebundenes Klettern und einige mittlere Engstellen  
Maximale Anzahl der Teilnehmer:
10 
Dauer der Tour:
ca. 4 h

 Ø  H4: Guckloch bei Oberfellendorf

Das Guckloch ( Kat.-Nr. C 447) liegt östlich der Ortschaft Oberfellendorf im Guckhüll.
Die unscheinbare Stelle, an der jetzt der Eingang liegt, wurde soweit erweitert, dass der Zugang zu einer steilen, nach unten führenden Fuge möglich war. Durch ein faustgroßes Loch spähten wir in einen größeren Raum.
Die Halle (Länge 20 Meter, Breite 10 Meter), die durch dieses „Guckloch“ später zugänglich wurde, mündet in einen Abschnitt der die Höhle in zwei weitere Zonen teilt.
Ein nach Ostsüdosten verlaufender Bereich besteht aus einem Wechsel kolkähnlicher Räume, Schlote und Kammern, teilweise bequem begehbar, teilweise aber immer wieder durch Schlufpassagen und Halbröhren eingeengt.
Die zweite Fortsetzung von der „Großen Halle“ aus führt in Richtung Süden. Immer wieder müssen kleine Steilstufen und schräge Halbröhren mit verwirrenden Richtungswechseln in mehrmaligen auf und ab überwunden werden, um die hinteren Teile zu erreichen.
Die Gesamtlänge der Höhle beträgt 623 Meter, der tiefste Punkt liegt 38 Meter unter dem Eingang, der höchste Punkt liegt 2 Meter höher als der Eingang.
Voraussetzungen/Anforderungen/Schwierigkeiten:

Engstellentauglichkeit / leichte Kletterei  
Maximale Anzahl der Teilnehmer:
5
Dauer der Tour:
3 - 4 h

 Ø  H5-1 und H5-2: Zoolithenhöhle (mit SRT)

Kleiner Rundgang.
Die Zoolithenhöhle ist gekennzeichnet durch die Abfolge von Schacht Ab- und Aufstiegen sowie teils größeren Räumen. Die Schachtteile sind mit Leitern ausgebaut. Teils sind Wandquerungen und Passagen mit U-Eisen ausgestattet um den Orginalboden zu schützen. Die Zoolithenhöhle gehört zu den großen Höhlen der Frankenalp und ist ganzjährig verschlossen. In der Zoolithenhöhle wurden Knochen vom Höhlenbären, Vielfraß, Wolf, Höhlenlöwen, Hyäne und anderen gefunden. Auch einige Sinterformationen kann die Höhle aufweisen.
Voraussetzungen/Anforderungen/Schwierigkeiten:
Trittsicherheit, normale Ausrüstung, evtl. persönliche Sicherung wie Klettersteig.
Dauer der Tour:
3 Std
.
Maximale Anzahl der Teilnehmer:
6 Personen

Ø  H5-3 und H5-4: Zoolithenhöhle (mit SRT)

Befahrung der Zoolithenhöhle wie vor, jedoch zusätzlich hinterer Teil.
Voraussetzungen/Anforderungen/Schwierigkeiten:
Sicherheitsausrüstung, Sitz - Brustgurt mit Sicherungsschlingen nötig
Gute Kondition / teils engere Schlufe / Beschreibung wie Tour 1 - zusätzlich teils ausgesetzte Wandquerungen, Schachtab-/ aufstieg auf Wandeisen ohne Leiter / hinterer Teil wenig Sinterbesatz. 
Dauer der Tour:
ca. 4-5 Std.
Maximale Anzahl der Teilnehmer:
6 Personen

 Ø  H6: Petershöhle bei Hartenstein 

Die Petershöhle liegt in einem Bergrücken rund 1km nordöstlich von Hartenstein (Mittelfranken, Bayern) in ca. 490 m ü NN des Riffdolomits der oberen Kimmeridge-Schichten (ki3, Malm Epsilon). Sie besteht aus einem System von Hallen und Kammern, die sich über 2 Stockwerke verteilen und eine Gesamtganglänge von rund 70 m aufweisen. Die Höhle hat einen kleinen Zugang im Westen (WSW) auf 496 m ü NN von 3,10 m Breite und 1,60 m Höhe und einen Hauptzugang im Nordosten von 7,80 m Breite und 4,40 m Höhe auf 491 m ü NN (HUBER 1967, 22f).
Bedeutende archäologische und paläontologische Fundstelle (Neandertaler und Höhlenbär).
Kleine Wanderung, vom Parkplatz aus von 30-45 Min. zur Petershöhle.
Ausrüstung:
Stirnlampe, evtl. Helm, für oberes Stockwerk evtl. Schlaz, festes Schuhwerk.
Dauer:
Mit Hin- und Rückweg 3-4 Stunden
Teilnehmerzahl:
15-20 Personen

 Ø  H7: Windloch bei Auerbach

Nach einer kurzen Wanderung gelangt man zum Höhleneingang. Die Höhle hat eine Länge von einigen hundert Metern und liegt im gebankten Dolomit im Bereich des Grundwasserspiegels.
Die Höhle weist ein Labyrinth von kluftgebundenen Gängen und größeren und kleineren Räumen auf mehreren Ebenen auf.
An vielen Stellen sind markante geologische Formen wie Gangprofile oder Hornsteinbänke und größere Sedimentablagerungen oder Wasseransammlungen zu entdecken.

Die Höhle ist eher für schlanke und sportliche geologisch interessierte Höhlenforscher geeignet.

Dauer der Tou
r:
ca. 4 Std
Ausrüstung:
 
Standard
Anforderungen:
Einige Kletterstellen, mittlere Engstellen (zum Teil in den Schachtstufen)
Teilnehmerzahl:
Max. 6 Personen

Ø  H8: Schönsteinhöhle (ab 6 Jahren) 

Eine der klassischen Höhlen der fränkischen Schweiz, geprägt durch Spaltensysteme und Hallen, zumindest teilweise hypogen entstanden. Trotz aller Zerstörungen ist immer noch reichlicher Sinterschmuck vorhanden. Wegen der großen Bekanntheit der Höhle ist leider mit deutlichem Publikumsverkehr am Feiertag zu rechnen.
Voraussetzungen/Anforderungen/Schwierigkeiten:
Technisch leicht (einfache Kletterstellen, einige Schlufe), Für Kinder ab 6 Jahren geeignet. Ab 8 Jahren ist auch die Teilnahme ohne Eltern möglich.
Dauer der Tour:
Befahrungsdauer etwa 2 Stunden

 Ø  H9: Kindertour ins Geisloch bei Münzinghof

Das Geisloch liegt im gebankten Riffdolomit und hat eine Gesamtlänge von 145 Metern. Die Höhle ist bekannt wegen ihrer prähistorischen Funde aus der Jungsteinzeit, der Bronze- und Urnenfelderzeit, sowie der Hallstatt- und Latenezeit. Weshalb sie zu den früheren Zeiten begangen wurde, ist nicht bekannt, als Wohnhöhle war sie kaum geeignet. Möglicherweise gehörte sie zu einer vorgeschichtlichen Siedlung, und wurde als Wasserstelle und als Vorratsraum oder als Kultraum genutzt.
Nach kurzem Wanderweg (ca. 1,5 km) erreichen wir den 10 m tiefen Eingangsschacht der ehemaligen Schauhöhle. Über Steinstufen gelangen wir zum Schachtgrund und weiter in die nun horizontal verlaufende Höhle von über 100 m Länge. Der Weg führt durch mehrere aneinandergereihte, teilweise versinterte Räume, u.a. Seenhalle (mit einem kleinen See von 12 mal 5 Metern mit wechselndem Wasserstand), Dolinenstube und Lehmkammer.
Länge/Dauer:
Länge ca. 3 km (Hin-/Rückweg)
Dauer ca. 2 h
Voraussetzungen/Anforderungen:
Trittsicherheit beim Einstieg in die Höhle (bei Nässe Rutschgefahr auf den Steinstufen). Geeignet für Kinder ab ca. 5 Jahre (in Begleitung Erwachsener).
Ausrüstung:
Stirnlampe/Taschenlampe und robuste, schmutzverträgliche Wanderkleidung.
Maximale Teilnehmerzahl:
ca. 20 Personen

 

Ø  H10: Försterhöhle 

Die Höhle liegt in unmittelbarer Nähe zu Waischenfeld.
Im Eingangsbereich ehemalige Schauhöhle. Die hinteren Bereiche sind nur durch enge Schlufe zu erreichen. Interesssante Höhle, die schon lange bekannt ist.
Dauer:
ca. 3-4 h
Voraussetzungen/Anforderungen:
Trittsicherheit, Engstellen, Kletterstellen
Ausrüstung: 
Standard
Maximale Teilnehmerzahl: 
8 Personen


 Ø  S1: Elbersberger Windlöcher

Nach einer kurzen Wanderung gelangt man zu den Elbersberger Windlöchern. Das "große Elbersberger Windloch" ist eine interessante Schachthöhle mit einer Gesamthöhendifferenz von ca. 30 m und einer Gesamtganglänge von ca. 75 m. Nach dem 20 Meter Eingangsschacht gelangt man zu einer geräumigen Haupt- und mehreren Nebenhallen und einigen eher kleinräumigen Nebengängen. Es ist teilweise schöner Sinter vorhanden.
Der Eingangsschacht zum "kleinen Elbersberger Windloch" liegt direkt neben dem Großen Windloch. Nach einer kürzeren Abseilstelle gelangt man in einen großen Raum, der stellenweise mit Sinter überzogen ist. Nach einem Kletteraufstieg von einigen Metern gelangt man in einen weiteren Schacht, der in die tiefsten Teile der Höhle führt. An einigen Stellen sind sehr schöne Versinterungen zu betrachten. Wenn noch Lust besteht kann die nahegelegene Jubiläumshöhle besichtigt werden, sie ist eine leider stellenweise zerstörte Horizontalhöhle.
A
usrüstung:
SRT
Dauer der Exkursion mit Wanderung zu den Höhlen: 
ca. 5 Std.
Maximale Teilnehmerzahl: 
8 Personen

 Ø  S2: Breitensteiner Bäuerin

Die Höhle befindet sich in der Nähe von Königstein im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach. Die Höhle hat eine Gesamtganglänge von etwa 230 Metern und eine Höhendifferenz von 44 Meter. Sie ist ein verzweigtes Etagensystem mit Gängen, Hallen und Verbindungsschächten. Durch Abseilen in einen der beiden Eingangsschächte gelangt man in die 12 Meter tiefer gelegene Cramerhalle. Sie ist mit 25 Meter Länge und 10 Meter Breite und bis zu 7 Meter Höhe der größte Raum. Diese Halle hat einen sehr schönen Seitengang. Über einen niedrigen Verbindungsgang gelangt man in den beeindruckenden Vollrathschacht mit 25 Meter Tiefe. Dieser Abstieg führt zur Muskathalle, die den tiefsten Raum in dieser Höhle darstellt. Neben dem Abstieg über den Vollrathschacht kann man über eine Querung und einen Direktabstieg ohne Umbaustellen zur Muskathalle abseilen. Die Höhle wird als sportlicher Rundgang eingebaut, so dass man bei der Befahrung einen sehr guten Eindruck über die gesamte Höhle bekommt.
Voraussetzungen/Anforderungen:
Diese Exkursion ist sehr sportlich und nur für erfahrene Höhlenforscher mit guter Schachterfahrung geeignet.
Ausrüstung:
SRT
Dauer der Tour:
3-4 Std
Maximale Teilnehmerzahl:
ca. 12 Personen

Ø  S3: Windloch bei Großmeinfeld


Die Höhle befindet sich am Osthang des Lohhügels in der Nähe von Großmeinfeld. Nach der ersten Abseilstelle in einer Einsturzdoline gelangt man in einen Schacht, der in einem Dom von 20 Metern Durchmesser und 35 Meter Tiefe endet. Die Höhle hat 2 kleine Seitengänge. Die Gesamtganglänge beträgt 75 Meter. Die Höhlenwände sind großflächig mit Sinter überzogen. Die Höhle ist durch vorkommendes Tropfwasser nass.
Ausrüstung:
SRT
Voraussetzungen/Anforderungen:
Diese Höhle ist für Höhlenforscher mit Schachterfahrung geeignet.
Dauer:
ca. 4 Std.
Maximale Teilnehmerzahl:
6 Personen

Ø  S4: Fellner-Doline

     Die Fellner-Doline ist eine Doline mit Höhle auf der Hochfläche der Fränkischen Alb. Sie liegt am Südfuß des Breitenberges, einen Kilometer östlich von Gößweinstein,und ist eine der größten Dolinen der Hochfläche der Fränkischen Alb. Die Höhle unter der Doline ist mit 384 Meter Länge und 97,6 Meter Gesamttiefe eine der tiefsten Höhlen der Frankenalb. Der Abstieg ist extrem eng und nur sehr geübten Höhlenforschern mit sehr großer Schachterfahrung vorbehalten.
Voraussetzungen/Anforderungen/Schwierigkeiten:
Hohe Anforderung: sehr enge Schachthöhle mit mehreren engen Abseilstellen. SRT-Technik muss sehr gut geübt sein. Haftungsausschluß muß unterschrieben werden. 
Maximale Anzahl der Teilnehmer: Max. 3-4 Teilnehmer Dauer der Tour:
Mindestens 5 Stunden

Ø  S5-1 und S5-2: Franzosenloch

       Schachthöhle mit Parkplatz vor'm Eingang.
Großräumiger Direktschacht 24m,anschließend 45°Rampe 10m lang zur nächsten 5m Schachtstufe. Großräumige Kluftkreuzung mit Schrägabstieg auf -43m. Reicher Wandsinter. Mehrere ausgebaute Schlote mit Querung über der zentralen Halle bis nahezu an die Oberfläche. In den Schloten mehrere Umsteigstellen, gute SRT-Kenntnisse erforderlich. Am hinteren Ende der Halle am " Brunnenschacht" aktueller Forschungsstollen bis auf -106m, Befahrung nur bis zur "Euphorie" in ca.90m freigegeben.
Voraussetzungen/Anforderungen/Schwierigkeiten:

Sicherer Umgang mit SRT 

Maximale Anzahl der Teilnehmer
:
5 Personen

Ø  S6-1 und S6-2: Esperhöhle

       Naturdenkmal mit strenger Schutzverordnung. Schachthöhle mit kurzem oberflächennahen Horizontalteil. Außerordentlich romantisch und optisch reizvoll durch zahlreiche Einbruchsdolinen und Tagöffnungen. Geringe Sinterbildungen. Mehrere parallele Seilstrecken zwischen 20m und 40m mit Schwierigkeitsgrad von einfach bis anspruchsvoll.

      Voraussetzungen/Anforderungen:
Sichere Beherrschung der SRT-Technik, Schachtausrüstung + normale Ausrüstung für trockene Höhlen, nur elektrisches Licht erlaubt.

      Maximale Teilnehmerzahl:
8 Personen.
Zusätzlich auch geeignet für Angehörige ohne erforderliche Höhlenausrüstung, welche die sehenswerten Eingangsbereiche und die Umgebung erkunden und bewandern möchten (ohne Führung).
Dauer der Tour: Mit Hin- und Rückfahrt ca. 3 - 6 Stunden (Befahrung kann jederzeit von einzelnen Teilnehmern individuell beendet werden).

Ø  S7: Sackdillinger Windloch


Das Windloch bei Sackdilling
befindet sich rund 1,2 km nordnordwestlich von Sackdilling (Gde. Auerbach, Oberpfalz, Bayern) in einem Dolomit-Felsrücken der oberen Kimmeridge-Schichten (ki 3, Malm Epsilon) auf ca. 488 m ü NN.
Das Höhlensystem besteht aus mehreren Räumen, die sich über verschiedene Stockwerke verteilen. Die Höhle hat zwei Eingänge. Der eine Eingang folgt einer offenen Kluft und ist 1,2 m breit (HUBER 1967, 40f). Der zweite Zugang ist ein Schacht von rund 5 m Durchmesser und 10 m Tiefe. Beide Zugänge führen in die La Tène-Halle, von wo aus der Abstieg in die Hörmann-Haller erfolgt (Schachtstufe von ca. 10m). An dessen Ende gelangt man durch einen kurzen Aufstieg in die Bonebed-Kammer. Das Windloch hat sowohl in geologischer, wie auch archäologischer und paläontologischer Hinsicht viel zu bieten (bedeutende archäologische und paläontologische Fundstelle (Typuslokalität einer älteren Bärenart – Ursus sackdillingensis)).
Kurze Zugangsstrecke.
Ausrüstung:
SRT-Ausrüstung (ca. 10m tiefer Schacht, einfach)

Dauer:
ca. 3-4 Stunden
Teilnehmerzahl:
Max. 6 Personen

Ø  S8: Klingloch bei Kirchreinbach


Die Höhle hat eine Länge von 200 Metern und ist vom Typ Spalten-u und Ganghöhle. Nach einem 18 Meter tiefen Eingangsschacht gelangt man in eine große Halle mit einigen längeren Fortsetzungen. Die Höhle ist stellenweise schön versintert. Als Besonderheit sind ein großer Sinterwasserfall zu nennen und eine Vielzahl von Sinterfahnen und Tropfsteinen.
Voraussetzungen:
Grundkenntnisse in SRT
Maximale Teilnehmerzahl:
5 Personen

Dauer der Tour:
ca. 4 Std.

Ø  S9: Kappshöhle bei Windischgaillenreuth


Schöne Schachthöhle mit historischem Hintergrund.
Senkrechter Eingangsschacht ca. 14 m tief. Es folgen zwei Schrägschächte mit ca. 60
Grad Neigung,
13 bzw. 21 m lang mit jeweils zwei Umsteigstellen. Bei bzw. nach der letzten Umsteigstelle folgt noch eine ca. 8 m lange Abseilstrecke überwiegend senkrecht, aber mit Wandkontakt. Die Höhle ist insgesamt knapp 53 m tief.

Voraussetzungen/Anforderungen:
Einseiltechnik erforderlich, die Seile in den beiden Schrägschächten sind fest installiert. 4 Umsteigstellen.
Maximale Teilnehmerzahl:
 
8 Personen
Dauer der Tour
:
Mit Erklärungen ca. 4-5 Std.

Ø  W1-1 und W1-2: Wanderung über und durch den "Hohlen Berg" von Muggendorf


Diese Rundwanderung im Zentrum der Fränkischen Schweiz führt zu den “klassischen“ Höhlen Oswald-, Wunders-, Witzen- und Doktorshöhle im Südosten von Muggendorf. Dann quert die Wanderroute die Hänge der Kuppenalb vorbei an stattlichen Aussichtspunkten nach Nordwesten zur namhaften Rosenmüllerhöhle und führt zurück zum Startpunkt Muggendorf.
Länge/Dauer:
Länge 6 km, Steigung/Gefälle 300 Hm
Dauer 3-5 h (je nach Verweilzeit in den Höhlen)
Falls danach noch Zeit und Interesse vorhanden ist, fahren wir ein kurzes Stück (5 km) nach Doos und erkunden die berühmte Höhlenruine Riesenburg mit gewaltiger Felskulisse und großartigem Ausblick auf das Wiesenttal.
Voraussetzungen/Anforderungen:
Trittsicherheit auf den Felsensteigen und in den Höhlen. Geeignet auch für Kinder ab ca. 6 Jahre (in Begleitung Erwachsener).
Ausrüstung:
Stirnlampe/Taschenlampe und robuste, schmutzverträgliche Wanderkleidung.
Maximale Teilnehmerzahl:
Unbegrenzt, ab ca. 20 Personen wird es in den Kleinhöhlen allerdings eng und zeitaufwendig
.

Ø  W3: Wanderungen zu Höhlen im Ailsbachtal bei Rabenstein:
Alte Veste - Rennerfelsen  - Schneiderloch - Ludwigshöhle - Schweinsberg - Saufloch - Sophienhöhle

Von Oberailsfeld geht es zunächst im Tal und später am Hang Richtung Burg Rabenstein. Unterwegs schauen wir in ein paar kleine Höhlen (für Kinder bestens geeignet) und besuchen eine abgegangene Burg, die „Alte Veste“, unter der noch immer ein Schatz verborgen sein soll. Diesbezügliche Grabungen sind aber an diesem Tag nicht beabsichtigt. Ein Stück vor Burg Rabenstein geht es wieder ins Tal hinab. Wir queren den Ailsbach, blicken kurz zum Rennerfelsen und klettern auf der gegenüberliegenden Seite Richtung Schneiderloch, einer großen, aber nicht sehr tiefen Höhle. Auf dem „Promenadenweg“ geht es weiter Richtung Ludwigshöhle, wobei wir am Weg wieder an ein paar weiteren kleinen Höhlen vorbeikommen. Wieder überqueren wir den Ailsbach und wandern Richtung Schweinsberg, einem exzellentem Aussichtspunkt. Von dort geht es ein paar hundert Meter zurück, wobei bei Bedarf noch einmal das Saufloch inspiziert werden kann. Anschließen statten wir dem
Klaussteinbrunnen einen Besuch ab - einer geologischen Merkwürdigkeit: Direkt ÜBER einer großen Höhle, spendet ein Brunnen ständig frisches Wasser. Schließlich gibt ein Besuch der Sophienhöhle dem Ganzen einen Abschluss. Zurück nach Oberailsfeld kommt man nun an Burg Rabenstein vorbei, wo die geführte Wanderung endet. Wer möchte, kann dort noch diversen Freizeitaktivitäten frönen: Burgbesichtigung, Flugvorführung der Falknerei (15:00 Uhr) oder Kaffeetrinken in der Gutsschenke.
Zurück nach Oberailsfeld sind es höchstens noch einmal 20 Minuten, die wir entweder als Gruppe oder – je nach Bedarf – allein zurücklegen können.
Ausrüstung: 

Die ganze Wanderung kann mit normaler strapazierfähiger Kleidung absolviert werden und ist auch für Kinder geeignet. Wer hinterher noch gastronomiekompatibel auftreten möchte, sollte zumindest eine Ersatzhose im Rucksack haben. Taschen-oder Helmlampen sind aber unbedingt empfehlenswert – Schlaz nicht.

Max. Teilnehmerzahl:

12 Personen
Dauer der Tour:
ca. 4 Stunden

Ø  W4: Selbstgeführte Wanderung rund um Streitberg: Wiesenttal, Ruine Neideck mit

Neideckgrotten, Sinterkaskaden in Streitberg, Ruine Streitburg, Möglichkeit zur Besichtigung der Binghöhle (Schauhöhle)


Selbstgeführte Wanderung: Ca. 10km, mit Erweiterungsmöglichkeit durch das Wiesenttal zum Hummerstein (+ 8km). Start und Ziel: Oberfellendorf

Ø  W7: Sandsteinhöhlen westlich von Bayreuth: Buchstein, Teufelsbrücke, Teufelsloch

Die Exkursion führt uns von Waischenfeld nach Osten in den Raum westlich von Bayreuth. Geologisch gehört das Gebiet zur Fränkischen Bruchschollenzone. Die besuchten Höhlen befinden sich in den sehr reizvollen Landschaften des Rhätolias-Sandsteins (Rhät-Lias-Übergangsschichten) und weisen eine große genetische und morphologische Vielfalt auf.
Ausrüstung:
Helm, Lampe, robuste Kleidung, geländegeeignete Schuhe.
Max. Teilnehmerzahl:

10 Personen
Dauer der Tour:
4 Stunden

Ø  W8: Nordbayerns Vielfalt – von der Fränkischen Schweiz bis ins Fichtelgebirge


Die Exkursion soll die besondere geologische und landschaftliche Vielfalt Nordbayerns aufzeigen. Sie führt uns von Waischenfeld in der Fränkischen Schweiz nach Nordosten zunächst in die Fränkische Bruchschollenzone und dann ins Fichtelgebirge und zurück. Neben zahlreichen Oberflächenpunkten sind auch einige Höhlen und künstliche Hohlräume, angelegt in der ganzen Vielfalt der Gesteine, im Programm.
Ausrüstung:
Helm, Lampe, robuste Kleidung, geländegeeignete bzw. zu kurzen Wanderungen geeignete Schuhe, Verpflegung.
Max. Teilnehmerzahl:

unbegrenzt
Dauer der Tour:
8 Stunden

Ø  W9: Geologischer Rundwanderweg: Von der Fellner-Doline zur Stempfermühlquelle


Auf der Hochfläche des Jura gibt es viele Dolinen. Eine der größten ist die Fellner-Doline am Südfuß des Breitenberg, 1 km östlich von Gößweinstein. Sie ist mit 384 m Länge bzw. 97,6 m Gesamttiefe eine der tiefsten Höhlen der Frankenalb. Kontrastwasseruntersuchungen haben nachgewiesen, dass zwischen der Fellner-Doline und der Quelle bei der Stempfermühle im Wiesenttal mit einer Entfernung von 1,6 km eine direkte Verbindung besteht. Ziel des Rundwanderweges ist die Verbindung der Doline zur Quelle sowie die geologischen Zusammenhänge unter Einbeziehung der zeitlichen Entwicklung darzustellen. Ausgangs- und Endpunkt des Weges ist der Parkplatz am Breitenberg.
Dauer:  
ca. 4 h
Ausrüstung:
Festes Schuhwerk.
Maximale Teilnehmerzahl:
ca. 12 Personen

Ø  W11: Höhlenwanderung im Veldensteiner Forst zu den Eislöchern

Nach kurzer Wegstrecke durch den Veldensteiner Forst (ca. 1 km) erreichen wir die sogenannten Eislöcher. Charakteristisch sind drei große Einsturzdolinen, in deren Bereichen Tageslicht in den unteren geräumigen Höhlengang einfällt. Durch eine dieser Dolinen steigen wir in die Höhle ein. Die hier normalerweise bis Frühjahrsende vorhandenen Eisformationen werden wir aber wegen des ausgefallenen Winters 2013/14 wohl nicht antreffen.
Länge/Dauer:
Länge ca. 2 km (Hin-/Rückweg)
Dauer 1-2 h
Voraussetzungen/Anforderungen:
Trittsicherheit beim Abstieg in die Doline. Geeignet auch für Kinder ab ca. 6 Jahre (in Begleitung Erwachsener).
Ausrüstung:
Stirnlampe/Taschenlampe und robuste, schmutzverträgliche Wanderkleidung.
Maximale Teilnehmerzahl:
ca. 20 Personen

Ø  W12: Über Berg und Tal durchs schöne Wiesenttal  - von tiefen Höhlen bis zu hohen Burgruinen


Ausgangspunkt der Exkursion ist der schöne Tagungsort Waischenfeld. Die Route selbst führt dann nach Süden entlang der Wiesent bis zur Burg Rabenstein. Dort wird kehrt gemacht, und auf der anderen Talseite führt die Führungslinie wieder zurück zum Tagungsort. Waischenfeld liegt eingebettet am Grunde der Wiesent, einem noch in weiten Strecken naturbelassenen Flusslauf, der die Jurahöhen erschließt. Zahlreiche Höhlen und die in ihnen verborgenen, von Menschen, Tieren und Pflanzen hinterlassenen Spuren belegen seit Jahrtausenden Besiedlungsspuren. Die imposanten Burganlagen, mit denen mittelalterliche Burgherren ihre Machtansprüche manifestierten, haben sich bis heute weithin sichtbar erhalten.
Dauer:  
ca. 3,5 h
Ausrüstung:
Bitte festes Schuhwerk, warme Kleidung, Helm und Lampen mitbringen sowie Vesper und Getränke.
Maximale Teilnehmerzahl:
ca. 20 Personen

ØW13: Sammeln von Höhlentieren, die für das DNA Barcoding geeignet sind (Dieter Weber)

In einer einfach zu befahrenden Höhle werden biospeläologisch Interessierten verschiedene Sammelmethoden vorgestellt. Insbesondere wird auf Unterschiede zwischen dem Sammeln von Tieren, die für eine morphologische Determination vorgesehen sind, und solchen, die für das DNA Barcoding vorgesehen sind,eingegangen. Die gesammelten Tiere werden dann direkt vom Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn gebarcoded und fließen ins GBOL-Projekt ein.
Erforderliche Ausrüstung:
Gute Schuhe, Helm, elektrisches Licht, warme Kleidung
Maximale Teilnehmerzahl:
12 Personen

Ø  W14: Höhlenwanderung im oberen Püttlachtal

Das Gestein in dem sich die Höhlen befinden sind Dolomite, die aus Gesteinen entstanden sind, die im oberen Oxford und im Kimmeridge abgelagert wurden. Nur durch eine Meeresbedeckung in der Oberkreide unterbrochen unterliegt das Gebiet seit dem oberen Malm der Verkarstung. 

Die Wanderung führt zu vielen interessanten und sehenswerten Höhlen, z.B. 

-Vierloch bei Elbersberg (D90)
Im Vierloch wurde von Hans Brand eine Strandhöhle gesehen. Findet bei August Sieghart Erwähnung.

-Herlitzschacht (D91)
Spielte mal eine Rolle bei Fledermauszählungen in den 80ger Jahren.

-Große Klufthöhle bei Prüllsbirkig (B233)
Höhle in der Waldabteilung Pöppelloch (wahrscheinlich das eigentliche Pöppelloch).

-Pöppelloch (B1)
Spielte eine Rolle bei Hanne Seebach, die in dessen Nähe Dolinen fand, die am Hang lagen.

-Arnoldshöhle(B60)
keine weiteren Angaben

- nach Zeit und Lust weitere Höhlen
Dauer:
ca. 6 Stunden 
Ausrüstung:

Festes Schuhwerk, Taschenlampe, Schlaz
(Brotzeit nach Bedarf)

Ø  W15: Karstkundlicher Wanderpfad bei Neuhaus/Krottensee

Der karstkundliche Wanderweg geht auf eine Initiative von R.G.Spöcker in den 30er Jahren zurück, Spöcker war ja nicht nur Höhlenforscher, sondern auch Wanderfreund im FAV (Fraenkischer Albverein), und konnte hier seine  Interessen verbinden. Der Weg war allerdings Ende des letzten Jahrhunderts nicht mehr zu erkennen. In einer Gemeinschaftsaktion von VAG (Regionaler Nahverkehrsverbund), Gemeinde Neuhaus, FAV und Abt. f. Karst- und Höhlenkunde der NHG wurde der Weg vor einigen Jahren neu markiert, teilweise freigelegt und mit 10 Informationstafeln versehen. Die wesentlichen Elemente des Fränkischen Karstes werden in seinem Verlauf exemplarisch vorgestellt.
Ausrüstung:
Mittags Rucksackverpflegung, danach ggf. Einkehr im "Grottenhof"
Dauer:
je nach Wunsch der Teilnehmer, 3...5 Stunden, ggf. incl. Besuch der Maximiliansgrotte
Teilnehmerzahl:

max. 20 Personen